Veronica Ferres in der Impro-Komödie „Andere Eltern – 1. Klasse“


Am 24. Juli 2025 strahlt das ZDF die neue Impro-Komödie „Andere Eltern – 1. Klasse“ aus. Veronica Ferres (60) spielt darin die Schuldirektorin Franziska Marx, die vor großen Herausforderungen steht. Die Komödie nimmt das deutsche Bildungssystem aufs Korn und zeigt, wie Eltern und Schule auf ungewöhnliche Weise zusammenfinden.

Handlung: Schule am Limit

Frau Marx leitet eine Grundschule in Köln-Nippes, die kurz vor der Schließung steht – das Geld geht aus, Lehrer fehlen. Um die Schule zu retten, überlässt sie die Leitung einem engagierten Elterngremium, angeführt von Nina (Lavinia Wilson), einer Elternratgeber-Autorin. Die Eltern wollen eine utopische Schule schaffen, in der sie teilweise selbst unterrichten dürfen – gegen eine großzügige Spende des Start-up-Unternehmers Björn (Serkan Kaya). Doch bald wird das Ganze so kompliziert, dass nicht nur die Schulbehörde, sondern auch die Polizei eingreift.

Vorbereitung auf die Rolle: Improvisation und Realität

Veronica Ferres beschreibt die Rolle der Schuldirektorin als einen selbstironischen Balanceakt zwischen Improvisation, gesellschaftlicher Satire und einem ernsten Hintergrund. Da es kein klassisches Drehbuch gibt, war die Vorbereitung für sie besonders wichtig. Sie führte intensive Gespräche mit Regisseur Lutz Heineking und hatte direkten Kontakt zu einer echten Schulleiterin, deren Alltag und Herausforderungen sie miterleben konnte. Diese Erfahrung half ihr, glaubwürdig und authentisch zu improvisieren.

Die Herausforderung des Improvisierens

Ferres betont, dass die größte Herausforderung im Improvisieren darin bestand, die eigene Nervosität zu überwinden und sich voll und ganz auf die Rolle und den Moment einzulassen. „Es ist wie ein Sprung ins kalte Wasser“, sagt sie, „aber es hat unglaublich viel Spaß gemacht.“ Überraschungsmomente gehören bei diesem Format dazu: Besonders verblüfft war sie, als sie in einer Szene von echten Polizisten verhaftet wurde.

Die Rolle der Schuldirektorin: Ein innerer Konflikt

Für Veronica Ferres ist die Figur der Frau Marx auch eine Rückkehr zu früheren Rollen – etwa Anita Kufalt aus „Unser Lehrer Dr. Specht“. Sie schätzt den inneren Konflikt der Direktorin, die einerseits das Wohl der Kinder über alles stellt, andererseits aber Kompromisse eingehen muss, um die Schule zu retten. Dazu gehört auch der „Pakt mit dem Teufel“, dass Eltern in der Schule mitunter selbst unterrichten dürfen, um Geld zu sichern.

Persönliche Gedanken zu „Helikopter-Eltern“

Im Interview spricht Ferres auch über das Thema „Helikopter-Eltern“, die heutzutage immer präsenter sind. Sie sieht darin eine Entwicklung, die nicht jeder gut findet, hält es aber für wichtig, Kinder zur Selbstständigkeit zu erziehen und sie dennoch zu schützen. Ihr Rat an Eltern: „Humorvoll über sich selbst lachen und nicht alles zu ernst nehmen.“

Fazit: Ein Blick auf das deutsche Schulsystem

Veronica Ferres zieht aus dem Dreh ein klares Fazit: Das deutsche Schulsystem hat große Probleme und muss dringend reformiert werden. Sie bewundert, was Lehrerinnen und Lehrer trotz großer Klassen leisten und sieht die Kinder als unsere Zukunft, für die sich der Einsatz lohnt.


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