Lohnt sich der neue “Tatort” aus Köln?

Ein Rätsel aus der Vergangenheit

In der neuesten “Tatort”-Folge “Colonius” aus Köln erwartet die Zuschauer ein spannender Fall mit tiefen Einblicken in die Technoszene der 90er-Jahre. Die Kölner Ermittler Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) stoßen auf eine Geschichte, die Jahrzehnte zurückreicht und alte Freunde als Verdächtige wieder zusammenbringt.

Mord an einem Fotografen

Die Handlung beginnt mit dem gewaltsamen Tod eines Fotografen in seiner Wohnung. Schnell entdecken die Kommissare, dass das Opfer, Alex Schmitz, kurz vor seinem Tod mehrere Personen online gesucht hat. Diese Personen werden als Zeugen vorgeladen, doch bald wird klar: Sie verbindet weit mehr als nur eine zufällige Vergangenheit.

Verbindungen zur Technoszene

Die Ermittlungen führen zurück in die 90er-Jahre, als Christian (Thomas Loibl), Meike (Karoline Eichhorn) und René (Andreas Pietschmann) Teil der Kölner Technoszene waren. Sie trafen sich regelmäßig auf legendären Partys im “Colonius”-Turm – und Alex war als Drogendealer eng in ihre Gruppe eingebunden. Seitdem ist der Kontakt jedoch abgerissen.

Dreharbeiten an einem besonderen Schauplatz

Der “Colonius”-Fernmeldeturm, ein Wahrzeichen Kölns, steht seit Jahren leer. Dennoch wurde ein Teil der Dreharbeiten dort realisiert, was der Folge eine authentische Atmosphäre verleiht. Unter der Regie von Charlotte Rolfes und basierend auf einem Drehbuch von Eva und Volker A. Zahn entstand eine visuell und dramaturgisch beeindruckende Episode.

Kammerspielartige Verhöre

Die Ermittlungen bringen Christian, Meike und René erneut zusammen. Doch schnell wird klar, dass sie alle etwas zu verbergen haben. Die Geschichte wird durch Zeitsprünge zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart erzählt. Während die wilden Partys in psychedelischen Farben inszeniert sind, dominieren in der Gegenwart intensive Verhöre, die fast kammerspielartig wirken.

Ein lang gehütetes Geheimnis

Eine besondere Brisanz bekommt der Fall durch die Erwähnung einer vierten Person: Gina. Sie war früher Teil der Clique, ist jedoch spurlos verschwunden. Die Frage, was damals wirklich geschah, steht im Zentrum der Ermittlungen.

Die emotionale Seite des Falls

Besonders Freddy Schenk ist emotional stark in den Fall involviert. Er war bereits vor 30 Jahren bei einem Einsatz im “Colonius”-Turm dabei und erinnert sich an die damalige Party-Nacht. Was ist damals wirklich passiert? Welche Schuld trägt jeder Einzelne?

Ein Krimi mit Tiefgang

Autorin Eva Zahn rückt das Thema “Zeit” ins Zentrum der Geschichte: Kann Schuld mit der Zeit verblassen? Oder bleibt sie bestehen, egal wie sehr sich ein Mensch verändert? Diese Fragen machen “Colonius” zu einer packenden Folge mit psychologischem Tiefgang.

Fazit: Lohnt sich das Einschalten?

Mit seiner einzigartigen Mischung aus Rückblenden, atmosphärischen Bildern und tiefgehenden Charakterstudien bietet “Colonius” mehr als nur einen klassischen Krimi. Wer spannende, ungewöhnliche “Tatort”-Folgen mag, sollte sich diese Episode nicht entgehen lassen.

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