Tanveer Sangha: Australiens Überraschungs-Nominierung für das Halbfinale gegen Indien

Australiens unerwartete Wahl: Tanveer Sangha im ICC Champions Trophy Halbfinale 2025

Australien hat mit der Nominierung des jungen Beinschraubers Tanveer Sangha für das Halbfinale der ICC Champions Trophy 2025 gegen Indien für eine große Überraschung gesorgt.

Der erst 21-jährige Cricketspieler mit indischen Wurzeln hat sich in der heimischen Liga bereits einen Namen gemacht, doch auf internationaler Ebene fehlt ihm noch die große Erfahrung. Vor dem wichtigen Spiel hatte Sangha nur drei One-Day-Internationals (ODIs) absolviert.

Der beeindruckende Aufstieg eines Talents

Tanveer Sangha wurde in Sydney als Sohn indischer und fidschianischer Eltern geboren. Sein Vater, Joga Singh, stammt aus einem kleinen Dorf nahe Jalandhar in Punjab und arbeitet als Taxifahrer. Seine Mutter, Upjeet Kaur, ist als Buchhalterin in Sydney tätig.

Trotz seiner indischen Wurzeln schlug sein Herz schon immer für den australischen Cricket. Schon in jungen Jahren trainierte er hart, um sich seinen Traum zu erfüllen.

Durchbruch bei der U19-Weltmeisterschaft 2020

Sangha erregte erstmals 2020 weltweite Aufmerksamkeit, als er bei der U19-Weltmeisterschaft für Australien brillierte. Mit 15 Wickets und einem beeindruckenden Bowling-Durchschnitt von 11,46 war er der beste Bowler seines Teams. Dies führte zu einem Profi-Vertrag mit New South Wales im Alter von nur 18 Jahren.

Erfolge in der Big Bash League und internationaler Durchbruch

2020 gab er sein Debüt in der Big Bash League für die Sydney Thunder und überzeugte sofort. Mit 21 Wickets und einer soliden Wirtschaftlichkeitsrate zählte er zu den besten Bowlern des Turniers.

Sein Talent blieb nicht unbemerkt, und so wurde er 2021 in den australischen T20I-Kader für die Serie gegen Neuseeland berufen. Sein internationales Debüt folgte jedoch erst im August 2023 gegen Südafrika. Dabei sorgte er mit herausragenden 4/31 in vier Overs für Aufsehen – die besten Zahlen eines australischen Bowlers bei einem T20I-Debüt seit fast zwei Jahrzehnten.

Mit diesem Erfolg wurde er zum jüngsten Australier, der in einem T20I vier Wickets holen konnte.

Warum Australien auf Sangha setzt

Sangha bringt nicht nur eine große Portion Talent mit, sondern auch den Mut, in entscheidenden Momenten zu performen. Seine Fähigkeit, den Ball scharf zu drehen, könnte im Halbfinale gegen Indien entscheidend sein. Da das Spiel auf subkontinentalem Boden stattfindet, setzt Australien verstärkt auf Spin-Bowling, und Sangha könnte genau das fehlende Puzzlestück sein.

Jetzt bleibt abzuwarten, ob der junge Leg-Spinner den hohen Erwartungen gerecht werden kann. Die Augen der Cricket-Welt sind jedenfalls auf ihn gerichtet.

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