Von großen Hoffnungen zu großer Enttäuschung
Stefan Raab (58) versprach den deutschen ESC-Fans nichts weniger als den dritten Sieg nach Nicole (1982) und Lena (2010). Doch nach dem Vorentscheid am Samstagabend bleibt von diesem Traum nicht mehr viel übrig. Deutschland schickt mit “Baller” von Abor & Tynna einen Song ins Rennen, dem Experten und Fans kaum Chancen einräumen.
Ein fragwürdiges Auswahlverfahren
Schon die Art und Weise, wie die Finalisten bestimmt wurden, sorgte für Kopfschütteln. Statt direkt mit eigenen Songs aufzutreten, mussten die Kandidaten in den Vorrunden Coversongs performen. Viele potenzielle ESC-Songs der ausgeschiedenen Acts bekam das Publikum nie zu hören. Noch fragwürdiger: Stefan Raab entschied persönlich, wer ins Finale einzog – ohne Publikumsvoting.
Regeländerung kurz vor Schluss
Kurz vor dem Finale folgte dann der nächste Aufreger: Raab änderte die Regeln und entschied mit einer Jury (bestehend aus Yvonne Catterfeld, Nico Santos und Conchita Wurst), wer in die Top 5 kam. Erst dann durfte das Publikum abstimmen. Ein fader Beigeschmack, denn der absolute Fan-Favorit Feuerschwanz wurde gar nicht erst ins Zuschauer-Voting gelassen.
Deutschland chancenlos in Basel?
Laut Wettquoten zählen Schweden, Frankreich, Finnland, Österreich und die Niederlande zu den Favoriten. Und Deutschland? Liegt aktuell auf Platz 21. Die Wahrscheinlichkeit, dass Abor & Tynna für eine Überraschung sorgen, ist gering.
Fazit: Ein Raab-Comeback ohne Glanz
Raabs Comeback zum ESC wurde von vielen Fans gefeiert, doch das Ergebnis ist ernüchternd. Statt eines starken Beitrags mit ernsthaften Siegchancen gibt es nun einen soliden, aber wenig aufregenden Song, der vermutlich im Mittelfeld oder schlechter landen wird.
