Mark Ruffalo genießt seine Rolle als Despot
Hollywood-Star Mark Ruffalo spielt in dem neuen Science-Fiction-Film “Mickey 17” einen narzisstischen Diktator mit skurriler Frisur. Bei der Londoner Premiere gab der 57-Jährige bekannt, dass ihm diese Rolle besonders viel Spaß gemacht habe. Doch neben dem Unterhaltungswert sieht Ruffalo auch eine klare Botschaft in der Geschichte des Films.
Ein Charakter inspiriert von echten Tyrannen
In einem Interview mit CNN erklärte Ruffalo, dass seine Figur Kenneth Marshall eine Mischung aus verschiedenen realen Diktatoren des letzten Jahrhunderts sei. “Fügt man noch eine Prise christlichen Nationalismus oder religiösen Fanatismus hinzu, dann hat man Kenneth Marshall”, so Ruffalo. Er genieße es, diesen “verrückten und lächerlichen Schurken” darzustellen, was an seinen bisherigen Rollen eher ungewöhnlich sei.
Eine Prophezeiung für echte Despoten
Laut Ruffalo lässt sich die Handlung von “Mickey 17” auch auf die reale Welt übertragen. Er sieht in dem Schicksal seines Filmcharakters eine Parallele zu echten Diktatoren: “Am Ende verlaufen ihre Geschichten alle gleich. Sie sind nicht nachhaltig. Sie scheitern an ihrer eigenen Arroganz, Dummheit und Selbstverliebtheit.” Auch wenn es oft Leid und schwere Zeiten mit sich bringe, betont er, dass “wir immer gewinnen und sie immer verlieren.”
“Mickey 17” feiert Premiere
Der Film “Mickey 17” handelt von einer gefährlichen Weltraummission, bei der Klon-Soldaten wie die Hauptfigur Mickey Barnes (gespielt von Robert Pattinson) als austauschbare Arbeitskräfte eingesetzt werden. Kenneth Marshall verfolgt dabei seine eigenen Ziele: Er will eine neue Zivilisation aufbauen – jedoch nur für die “weiße menschliche Rasse”.
Nach seiner Premiere auf der Berlinale kommt der Film ab dem 6. März regulär in die deutschen Kinos. Wer also sehen will, wie Mark Ruffalo als skrupelloser Diktator untergeht, kann sich auf ein spannendes Kinoerlebnis freuen.
