Ein Vergleich und ein Ausblick auf die Zukunft der Netflix-Erfolgserie
Die Netflix-Serie „Squid Game“ hat seit ihrem Start weltweit für Aufsehen gesorgt. Mit der Veröffentlichung der dritten und letzten Staffel am 27. Juni 2025 stellen sich Fans und Kritiker nun die Frage: Könnte „Squid Game“ künftig eine ähnliche Entwicklung wie „The White Lotus“ nehmen? Beide Serien zeigen Staffel für Staffel neue Charaktere, die in extreme Situationen geraten – begleitet von Verrat, Spannung und Tod.
Die letzte Szene von „Squid Game“ – Ein Hinweis auf die Zukunft
Das Ende der dritten Staffel bringt einen überraschenden Cliffhanger. Im Auto in Los Angeles sitzt der Front Man und hört das Klacken von Ddakji-Kacheln sowie eine Ohrfeige – typische Elemente des Spiels. An der Ampel sieht er die mysteriöse Rekrutiererin, gespielt von Cate Blanchett, die einen verängstigten Mann in einer Gasse anwirbt. Diese Szene deutet klar an, dass „Squid Game“ in Zukunft in den USA fortgesetzt wird.
Schon früh in der Serie wurde angedeutet, dass das Spiel global existiert – nun scheint Netflix den Schritt in den westlichen Markt konkret zu machen. Gerüchte, dass David Fincher an einer amerikanischen Version arbeitet, verstärken diese Annahme.
„Squid Game“ als globales Franchise
Die Idee, „Squid Game“ auf verschiedene Kontinente auszuweiten, öffnet viele neue Möglichkeiten für die Erzählweise. Wenn zukünftige Staffeln in den USA, Europa oder Afrika spielen, könnten ganz neue gesellschaftliche Dynamiken und Konflikte entstehen. Die Grundbotschaft der Serie – die Kritik am kapitalistischen System und den Auswirkungen extremer Ungleichheit – bleibt dabei immer aktuell und relevant.
Insbesondere in den USA, einer der heterogensten Gesellschaften weltweit, könnte das „Squid Game“-Format durch die vielfältigen kulturellen Hintergründe und sozialen Spannungen deutlich an Komplexität gewinnen. Dies wäre eine spannende Weiterentwicklung, die über die ursprünglich südkoreanische Perspektive hinausgeht.
Parallelen zu „The White Lotus“
Die Serie „The White Lotus“ ist bekannt dafür, in jeder Staffel eine neue Gruppe von Protagonisten in einem abgegrenzten, oft luxuriösen Umfeld zu zeigen, das schnell zu einem Pulverfass wird. Auch „Squid Game“ setzt auf dieses Konzept, indem jede Staffel neue Charaktere und Settings präsentiert.
Diese Struktur ermöglicht es beiden Serien, gesellschaftliche Probleme – sei es Klassenkampf, Machtmissbrauch oder soziale Ungleichheit – aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Sollte „Squid Game“ tatsächlich in verschiedenen Ländern mit wechselnden Figuren fortgesetzt werden, könnte es ähnlich wie „The White Lotus“ zu einer Anthologie-Reihe werden, die mit jedem Setting neue Geschichten erzählt.
Chancen und Risiken für die Zukunft
Eine solche Weiterentwicklung birgt große Chancen: Die Serie könnte neue soziale und kulturelle Spannungen zeigen, die über das klassische „Überlebensspiel“ hinausgehen. Die globale Ausrichtung könnte „Squid Game“ noch relevanter machen und neue Zuschauergruppen gewinnen.
Andererseits besteht die Gefahr, dass das Konzept mit der Zeit an Tiefe verliert und sich nur noch wiederholt. Ähnlich wie bei anderen erfolgreichen Serien, die Staffel für Staffel ähnliche Konflikte und Strukturen zeigen, könnte „Squid Game“ irgendwann nur noch als Variation des Originals wahrgenommen werden.
Fazit
„Squid Game“ steht am Beginn einer möglichen internationalen Reise, die die Serie zum neuen „White Lotus“ machen könnte – eine Anthologie mit wechselnden Charakteren, neuen Schauplätzen und frischen Konflikten. Die düstere Gesellschaftskritik bleibt dabei der Kern. Ob die Serie ihr Niveau halten und weiterhin überraschen kann, bleibt spannend zu beobachten.
