Kevin Spacey kontert Guy Pearce: „Werd erwachsen, du bist kein Opfer“

Kevin Spacey kontert Guy Pearce: „Werd erwachsen“

Kevin Spacey hat auf die jüngsten Vorwürfe von Guy Pearce reagiert, der behauptet, der Schauspieler habe ihn während der Dreharbeiten zu L.A. Confidential „ins Visier genommen“. In einer Nachricht auf X (ehemals Twitter) wies Spacey die Anschuldigungen zurück und sagte zu Pearce: „Werd erwachsen. Du bist kein Opfer.“

Pearce: „Spacey hat mich gezielt ausgesucht“

Guy Pearce sprach kürzlich mit dem Hollywood Reporter und erklärte, dass er während der Dreharbeiten zu L.A. Confidential im Jahr 1997 gezielt von Spacey belästigt wurde. „Ich war jung und beeinflussbar, und er hat mich ins Visier genommen, keine Frage“, so Pearce. Er habe sich sicherer gefühlt, wenn ihr Co-Star Simon Baker am Set war, weil Spacey sich dann auf ihn konzentrierte.

Bereits 2018 hatte Pearce Spacey als „aufdringlich“ beschrieben, ging damals aber nicht ins Detail. Jetzt sagte er, dass ihn die #MeToo-Bewegung zum Nachdenken gebracht habe. Als 2017 mehrere Vorwürfe gegen Spacey aufkamen – darunter die Anschuldigung des Schauspielers Anthony Rapp, Spacey habe sich 1986 an ihm vergangen, als Rapp 14 Jahre alt war –, sei Pearce emotional zusammengebrochen.

„Ich fing einfach an zu weinen und konnte nicht aufhören“, so Pearce. „Mir wurde klar, wie sehr mich das Ganze beeinflusst hat und wie ich es jahrelang verdrängt hatte.“

Spaceys Antwort: „Du hast nie etwas gesagt“

Spacey reagierte auf Pearces Aussagen mit einem Video auf X. Darin kritisierte er, dass Pearce nie persönlich mit ihm über das Thema gesprochen habe, sondern stattdessen an die Presse gegangen sei.

„Wenn ich damals etwas getan habe, das dich gestört hat, hättest du mich einfach anrufen können“, sagte Spacey. „Aber jetzt, fast 30 Jahre später, ziehst du die Medien mit rein. Ich habe nichts zu verbergen.“

Spacey behauptete zudem, Pearce sei ein Jahr nach den Dreharbeiten extra nach Georgia geflogen, um Zeit mit ihm zu verbringen, als er dort Mitternacht im Garten von Gut und Böse drehte.

„Hast du das auch der Presse erzählt? Oder passt das nicht in die Opfer-Geschichte, die du jetzt erzählst?“ fragte Spacey.

Er beendete seine Nachricht mit einer direkten Einladung: „Wenn du reden willst, gerne – jederzeit, überall, auch live hier auf X. Aber hör auf, dich als Opfer darzustellen.“

Vergangene Vorwürfe gegen Spacey

Kevin Spacey wurde in der Vergangenheit mehrfach der sexuellen Belästigung beschuldigt. In separaten Gerichtsverfahren in den USA und Großbritannien wurde er jedoch freigesprochen. Die Klage von Anthony Rapp konnte er erfolgreich abwehren.

Vergangenes Jahr sagte Spacey in einem Interview, dass die #MeToo-Bewegung „in Richtung Ungerechtigkeit übergeschwappt“ sei, er aber seine Lektion gelernt habe. „Ich weiß, dass ich Fehler gemacht habe, und ich habe den Preis dafür bezahlt“, erklärte er

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