Jörg Hartmann ist nicht nur als schroffer “Tatort”-Kommissar Peter Faber bekannt, sondern auch als vielseitiger Schauspieler und Vater. In Baden-Baden sprach er über die Herausforderungen der Digitalisierung, insbesondere im Umgang mit Smartphones bei Kindern und Jugendlichen.
Jörg Hartmann: Mehr als nur ein “Tatort”-Kommissar
Viele kennen ihn als den kantigen Ermittler Peter Faber aus dem Dortmunder “Tatort”. Doch Jörg Hartmann hat weit mehr zu bieten als diese Rolle. Der 54-jährige Schauspieler hat sich über die Jahre hinweg in vielen Facetten des deutschen Films und Fernsehens etabliert. Neben seiner Karriere auf der Bühne und im TV ist er auch dreifacher Vater – eine Rolle, die ihn besonders für gesellschaftliche Themen sensibilisiert.
Smartphones als Alltagsproblem für Eltern
Bei seiner Veranstaltung in Baden-Baden, moderiert von Bernadette Schoog, sprach Hartmann über ein Thema, das viele Eltern beschäftigt: der Umgang mit Smartphones bei Kindern und Jugendlichen. “Das Smartphone ist ein Schlüssel zu ganz vielen Problemen”, so Hartmann. Er beschreibt die Herausforderungen, denen sich Eltern gegenübersehen: von exzessiver Handynutzung über Cybermobbing bis hin zur Abhängigkeit von sozialen Medien.
Er selbst erlebe in seiner Familie, wie schwierig es ist, ein gesundes Maß im Umgang mit digitalen Medien zu finden. “Wir als Eltern müssen lernen, Vorbilder zu sein”, betonte Hartmann. Besonders wichtig sei es, klare Regeln aufzustellen, aber auch das Gespräch mit den Kindern zu suchen, anstatt ihnen einfach nur Verbote aufzuerlegen.
Digitalisierung und ihre Folgen für die Gesellschaft
Neben der Rolle als Vater interessiert Hartmann auch der gesellschaftliche Wandel durch die Digitalisierung. Smartphones haben nicht nur Auswirkungen auf Kinder, sondern verändern das soziale Miteinander insgesamt. “Die ständige Erreichbarkeit und der Druck, immer online zu sein, sorgen für eine permanente Reizüberflutung”, erklärte er.
Er plädierte dafür, bewusster mit digitalen Medien umzugehen und sich regelmäßig Auszeiten zu nehmen. “Es tut uns allen gut, einfach mal offline zu sein und den Moment zu genießen”, so Hartmann.
Großer Applaus und nachdenkliche Gesichter
Das Publikum im Runden Saal des Kurhauses Baden-Baden reagierte mit großem Interesse auf Hartmanns Aussagen. Viele der Anwesenden konnten sich mit den geschilderten Problemen identifizieren. Nach der Diskussion gab es zahlreiche Fragen aus dem Publikum, und Hartmann nahm sich Zeit, um mit den Zuhörern ins Gespräch zu kommen.
Mit seiner authentischen Art und seinen klaren Worten regte Jörg Hartmann zum Nachdenken an – nicht nur über die Rolle von Smartphones im Leben der Kinder, sondern auch über deren Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft.
