Ausverkaufte Konzerte auf dem Wasser
Am vergangenen Wochenende waren die Wasserflächen vor Marina Julia und in Grado restlos ausverkauft. Im Rahmen des Festivals „Tramonti a Nord Est“ fanden dort zwei außergewöhnliche Konzerte statt, die ausschließlich von Booten aus zu erleben waren. Das Konzert von Elisa am Samstag zog etwa 40.000 Quadratmeter Wasserfläche im Golf von Panzano vor Marina Julia in Beschlag, während das Sonntagskonzert in der Lagune von Grado auf einer 35.000 Quadratmeter großen Fläche mit einer Kapazität von 70 Booten stattfand.
Nur für Bootsgäste zugänglich
Anders als in Triest konnten Zuschauer die Künstler bei den Konzerten vor Marina Julia und Grado nicht von Land aus sehen oder hören, da die Entfernung zur Küste zu groß war. Alle Plätze auf den Booten waren bereits online vergeben, und es war nicht möglich, sich ohne Registrierung der abgesperrten Wasserfläche zu nähern. Diese Maßnahmen wurden von der Hafenbehörde aus Sicherheitsgründen durchgesetzt.
Ein Festival zwischen Elektronik und zeitgenössischem Songwriting
Am Samstag trat Elisa mit den Künstlern Samuel, Shablo, Joshua und Rkomi auf einem schwimmenden Bühnenboot, dem „Caicco Tango“, auf. Die Musik bot eine Mischung aus elektronischen Klängen und modernem Songwriting, die das Publikum auf dem Wasser begeisterte. Der krönende Abschluss des Festivals fand am Sonntag in der Lagune von Grado auf dem Pier der kleinen Insel „Fiuri de tapo“ statt. Neben Elisa traten auch Emma und Dardust auf.
Die Idee hinter „Tramonti a Nord Est“
Elisa erklärte in einer Pressekonferenz an Bord der Palinuro, wie das Festival entstanden ist: „Die Idee kam mir und meiner Schwester Elena schon vor vielen Jahren. Unsere Familie ist eng mit dem Meer verbunden. Unser Großvater arbeitete in Werften, baute Schiffe, und unser Vater war Taucher bei der Marine und führte ein Fischrestaurant. Wir sind mit dem Meer aufgewachsen, und diese Verbindung teilen viele hier im Golf von Triest.“
Sie betonte, dass das Ziel des Festivals sei, die Musik aufs Meer zu bringen und damit eine besondere Verbindung zwischen Menschen, Musik und Natur herzustellen. „Das Meer schenkt Freiheit, aber eine Produktion auf dem Wasser ist herausfordernd. Alle müssen sich anpassen – Künstler wie Techniker. Doch die Magie, die zwischen den Booten und den Menschen entsteht, ist einzigartig und poetisch.“
Unterstützung durch lokale Politik und Institutionen
Bei der Pressekonferenz waren auch der Präsident der Region Friaul-Julisch Venetien, Massimiliano Fedriga, der Tourismusbeauftragte Sergio Emidio Bini sowie der Kommandant der Palinuro, Kapitän Francesco Giangarrà, anwesend. Fedriga hob hervor, wie das Festival dazu beitrage, die Region international bekannter zu machen: „Es ist eine einzigartige Veranstaltung an drei verschiedenen Orten, die eine neue Art bietet, Künstler zu erleben – innovativ und eng mit dem Meer verbunden.“
Er betonte den großen Erfolg und die starke Beteiligung der Bürger, was das Festival als nachhaltiges kulturelles Ereignis für die Region etabliere.
Ein unvergessliches Erlebnis
Das Festival „Tramonti a Nord Est“ bringt eine neue Dimension in die Konzertlandschaft des Friaul-Julisch Venetien. Die Kombination aus Musik, Meer und Natur schafft für die Besucher eine unvergleichliche Atmosphäre, die weit über klassische Konzerte hinausgeht. Für viele Fans bleibt der Blick auf Elisa und die anderen Künstler, die im Sonnenuntergang auf dem Wasser performen, ein bleibendes, magisches Erlebnis.
