DSDS-Star Rania Zeriri: Vom Superstar zur Obdachlosigkeit

Ein dramatischer Absturz

Einst stand sie im Rampenlicht und begeisterte Millionen von Zuschauern mit ihrer Stimme – heute lebt sie auf der Straße. Die ehemalige DSDS-Kandidatin Rania Zeriri, die 2008 durch “Deutschland sucht den Superstar” (DSDS) bekannt wurde, ist obdachlos. In der süditalienischen Stadt Avellino, nahe Neapel, kämpft sie ums Überleben.

Von der großen Bühne auf die Straße

Die niederländische Sängerin beeindruckte zu Beginn ihrer DSDS-Karriere sogar Juror Dieter Bohlen mit ihrem einzigartigen Gesangstalent. Doch bereits während der Show kamen Gerüchte über Drogenkonsum und mangelnde Leistungsbereitschaft auf. Dieter Bohlen kritisierte damals ihre “Null-Bock-Einstellung” scharf: „Diese Einstellung wirkt wie ein Virus. Sie zieht alle anderen nach unten.“ Rania selbst gab offen zu: „Ich will gar kein Superstar werden! Das hier nervt mich nur noch.“

Schicksalsschlag: Tod der Mutter als Wendepunkt

Nach DSDS zog sich Rania Zeriri aus der Musikszene zurück. Ihr endgültiger Absturz begann nach dem Tod ihrer Mutter, mit der sie eine enge Verbindung hatte. Depressionen und Ziellosigkeit führten dazu, dass sie quer durch Europa reiste – ohne festen Wohnsitz. Schließlich strandete sie in Neapel, wo sie all ihre Habseligkeiten verlor. Ihr Handy wurde gestohlen, und sie geriet immer weiter in die Obdachlosigkeit.

Leben auf der Straße in Italien

In Italien fiel sie immer mehr auf. Passanten berichteten von einer verwirrten Frau, die sich zunehmend isolierte. Hilfeangebote lehnte sie zunächst ab. Doch schließlich griff die Gemeinde Avellino ein und schaltete die niederländische Botschaft ein, um eine Lösung für Rania zu finden.

Rettung durch den Bürgermeister von Mercogliano

Nach zwei Nächten im strömenden Regen griff Vittorio D’Allessio, der Bürgermeister von Mercogliano, ein. Ihm gelang es, Rania zu überzeugen, in eine Notunterkunft zu gehen. Dort erhielt sie warme Mahlzeiten, frische Kleidung und psychologische Betreuung. „Rania geht es gut“, erklärte D’Allessio gegenüber der Presse. „Unsere Mitarbeiter haben es geschafft, ihr Vertrauen zu gewinnen und ihr die notwendige Hilfe zukommen zu lassen.“

Hoffnung auf einen Neuanfang

Rania Zeriri hatte einst große Träume. Die Tochter eines algerischen Vaters und einer niederländischen Mutter lebte während ihrer DSDS-Zeit in Gronau-Epe (Westfalen) und wollte eine Musikkarriere starten. Doch ihr Leben nahm eine tragische Wende. Jetzt setzt Bürgermeister D’Allessio alles daran, ihr eine neue Perspektive zu bieten.

„Ich hoffe, dass sich Rania bald erholt und ihr Leben wieder in den Griff bekommt“, so der Bürgermeister. Ob sie eines Tages auf die Bühne zurückkehren wird, bleibt ungewiss. Doch eines steht fest: Ihr Schicksal bewegt viele Menschen und zeigt, wie schnell sich das Leben von Ruhm zu Leid wenden kann.

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