Ehemaliger Superman-Darsteller tritt US-Einwanderungsbehörde bei
Dean Cain, bekannt als Superman aus der Serie Lois & Clark: The New Adventures of Superman in den 1990er Jahren, hat angekündigt, dass er sich der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (Immigration and Customs Enforcement, ICE) anschließen wird. Er will damit die rigorose Einwanderungspolitik von Präsident Donald Trump unterstützen.
Aggressive Einwanderungsrazzien unter Trump
Seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus hat ICE die Zahl der Einwanderungsrazzien drastisch erhöht. Die Behörde erhielt kürzlich zusätzliche Mittel in Höhe von 75 Milliarden US-Dollar, die unter anderem für die Einstellung von 10.000 weiteren ICE-Agenten bis 2029 vorgesehen sind. Dieses massive Aufstockungsprogramm ist Teil von Trumps „Big Beautiful Bill“ zur Stärkung der Grenz- und Einwanderungskontrollen.
Dean Cains Entscheidung: Ein Patriot tritt ein
In einem Interview mit Jesse Watters bei Fox News erklärte Cain, dass er bereits als stellvertretender Sheriff und Reservist tätig war, aber nun auch offiziell ICE-Agent werden will. Nach eigener Aussage habe die Veröffentlichung eines ICE-Rekrutierungsvideos auf seinem Instagram-Profil eine große Resonanz ausgelöst, die ihn schließlich zur Kontaktaufnahme mit der Behörde bewegt habe.
Cain sagte: „Dieses Land wurde von Patrioten aufgebaut, die Verantwortung übernehmen, auch wenn es nicht populär ist. Ich glaube fest daran, dass dies der richtige Schritt ist.“ Er betonte die Notwendigkeit einer Reform des Einwanderungssystems, sieht aber in der Zwischenzeit Trumps Maßnahmen als Umsetzung eines Wahlversprechens.
Kritik und Proteste gegen ICE
ICE steht seit langem in der Kritik. Die jüngsten Razzien führen zu massenhaften Festnahmen – pro Tag sollen mindestens 3.000 Menschen verhaftet werden. Dabei sind nicht nur undokumentierte Einwanderer betroffen, sondern auch Menschen mit legalem Schutzstatus und sogar US-Bürger, die fälschlicherweise in das Deportationssystem geraten.
Diese Praxis hat in vielen Städten zu Protesten geführt. Zudem wird die Trump-Regierung vorgeworfen, Demonstranten sowie Personen, die ICE-Arrestationen filmen, zu verfolgen und zu bestrafen.
Dean Cain ruft zum Mitmachen auf
Cain hofft, dass weitere ehemalige Polizisten und ICE-Agenten seinem Beispiel folgen. Er sagte: „Ich trete ein und hoffe, dass viele andere ebenfalls mitmachen, damit wir die Rekrutierungsziele schnell erreichen und unser Land schützen können.“
Superman und Einwanderung: Cains kontroverse Haltung
Vor kurzem sorgte Cain mit kritischen Kommentaren zum neuen Superman-Film für Aufsehen. Regisseur James Gunn hatte die Figur als Immigrant dargestellt, was Cain als „woke“ kritisierte. Er betonte, dass Superman zwar ein Außerirdischer und somit „Immigrant“ sei, aber es auch klare Regeln und Grenzen für Einwanderung geben müsse. „Die USA sind ein einwandererfreundliches Land, aber wir können nicht alle reinlassen, sonst würde die Gesellschaft scheitern“, so Cain.
