Parallel zur Berlinale fand am Montagabend die Cinema for Peace Gala im Berliner Hotel Adlon statt. Hier wurden Filme und Künstler für ihr humanitäres Engagement ausgezeichnet. Unter den prominenten Gästen: Antonio Banderas, Diane von Fürstenberg und Bob Geldof.
Filme, die die Welt verändern sollen
Die Cinema for Peace Gala verfolgt seit Jahren ein klares Ziel: Filme und Kunst nutzen, um gesellschaftliche Debatten anzustoßen. “Es gibt nichts Inspirierenderes, als Geschichten zu erzählen”, erklärte Diane von Fürstenberg im Gespräch vor der Gala. Sie wurde als “Icon of Female Empowerment” ausgezeichnet. Auch die Filmemacherin Sharmeen Obaid-Chinoy, die eine Doku über von Fürstenbergs Wirken gedreht hat, betonte die Kraft des Kinos: “Ich möchte Menschen dazu bringen, sich in andere hineinzuversetzen.”
Prominente Gäste und starke Botschaften
Neben Filmstars wie Götz Otto oder Aylin Tezel waren auch Persönlichkeiten aus anderen Bereichen anwesend. Aktivistin Alice Schwarzer, Boxerin Regina Halmich und Musiker Max Giesinger nutzten den Abend, um Statements zu setzen. “Ein Film, der mich nicht loslässt, ist ‘Der Soldat James Ryan'”, sagte Giesinger. “Es zeigt, was passiert, wenn Menschen sich gegenseitig bekämpfen, anstatt zusammenzuhalten.”
Bob Geldof: Deutliche Worte zur Berlinale
Ein besonderer Ehrengast war Musiker und Aktivist Bob Geldof. Er wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet und machte seinem Ruf als kritischer Denker alle Ehre. “Vor ein paar Tagen hat mir jemand gesagt, dass die Berlinale-Veranstalter genervt sind, weil die Cinema for Peace Gala ihnen Aufmerksamkeit stiehlt”, sagte er im Gespräch mit der Berliner Zeitung. Seine Antwort? “Scheiß auf sie!” Für ihn gehe es um Filme, die wirklich etwas bewegen.
Seit 2002 vergibt die Cinema for Peace Stiftung ihre Auszeichnungen in Kategorien wie “Women’s Empowerment”, “Justice” oder “Global Health”. Auch 2025 wurden wieder mehrere “Tauben” als Zeichen des Friedens verliehen. Geldof lobte Berlin dabei als Vorreiter: “Diese Stadt ist London weit voraus, wenn es um soziale Verantwortung geht.”
