Die New York Times will aus Baldonis Klage aussteigen
Die New York Times gerät in den Fokus eines rechtlichen Streits zwischen Justin Baldoni, Blake Lively und Ryan Reynolds. Nachdem die Zeitung am 21. Dezember 2024 eine investigative Story über angebliche Belästigung und Vergeltungsmaßnahmen durch Baldoni veröffentlichte, befindet sie sich nun mitten in einem millionenschweren Verfahren.
In einem neuen Gerichtsantrag vom Freitag fordert die Zeitung, aus Baldonis 400-Millionen-Dollar-Klage entfernt zu werden. Die Begründung: Die Vorwürfe gegen die Times seien “einseitig” und hätten keinen rechtlichen Bestand.
Blake Lively nennt Klage eine “PR-Maßnahme”
Blake Lively, ebenfalls Beklagte in der Klage, unterstützt die Haltung der Zeitung.
“Die New York Times benennt Justin Baldonis Klage korrekt als das, was sie ist: ein schamloses PR-Dokument, das in einem Gericht nichts zu suchen hat”, erklärte ein Sprecher der Schauspielerin.
Lively wirft Baldoni und dessen finanziellen Unterstützern vor, eine gezielte Social-Media-Kampagne gegen sie und die Presse zu fahren: “Er hat sich jahrelang dafür eingesetzt, dass Männer Frauen zuhören und ihnen glauben sollten. Doch als eine Frau über sein Verhalten sprach, versuchte er mit aller Kraft, sie und die Medien zu zerstören.”
Ursprung der Auseinandersetzung
Der Konflikt begann nach den Dreharbeiten zu It Ends With Us, in denen Baldoni und Lively die Hauptrollen spielten. Lively hatte Baldoni wegen Belästigung bei der kalifornischen Antidiskriminierungsbehörde angezeigt. Daraufhin verklagte Baldoni Lively, Reynolds und deren PR-Team wegen angeblicher Rufschädigung.
Die Times verteidigt ihre Berichterstattung
In ihrem Antrag betont die New York Times, dass sie lediglich journalistische Arbeit geleistet habe: “Die Kläger versuchen, die Times in ihren persönlichen Streit mit Lively hineinzuziehen. Doch alles, was die Zeitung getan hat, war, über eine offizielle Beschwerde zu berichten.”
Die Zeitung weist darauf hin, dass Baldonis Vorwürfe unbegründet seien und ihre Klage keinen Bestand habe. “Dieser Fall hätte nie gegen uns eingereicht werden sollen”, erklärte Times-Sprecherin Danielle Rhoades Ha.
Ein Gerichtstermin für den Antrag auf Klagerückweisung steht noch aus. Das Hauptverfahren ist für den 29. März 2026 angesetzt
