Arzt, der Matthew Perry Ketamin verkauft hat, gesteht Schuld


Hintergrund: Der tragische Tod von Matthew Perry

Matthew Perry, der Schauspieler, der durch seine Rolle als Chandler Bing in der US-Fernsehserie Friends weltberühmt wurde, starb 2023 im Alter von 54 Jahren. Eine Obduktion ergab, dass Perry an den akuten Folgen von Ketamin starb, einer kontrollierten Substanz, die er im Rahmen einer überwachten Therapie gegen seine langjährige Sucht einnahm.

Der Fall gegen Dr. Salvador Plasencia

Am Mittwoch hat Dr. Salvador Plasencia vor einem Bundesgericht in Los Angeles seine Schuld zugegeben. Ihm wird vorgeworfen, Matthew Perry in den Wochen vor dessen Tod Ketamin verschrieben zu haben. Plasencia hat sich zu vier Anklagepunkten wegen Ketamin-Verteilung bekannt und steht nun vor einer möglichen Haftstrafe von bis zu 40 Jahren.

Plasencias Verantwortung

Dr. Plasencia ist der vierte von fünf Angeklagten, die im Zusammenhang mit Perrys Tod angeklagt wurden und sich schuldig bekannten. Seine Anwälte erklärten, dass er die volle Verantwortung übernehme und seine ärztliche Zulassung freiwillig abgeben werde. Er habe versagt, Perry zu schützen, der als Patient besonders verletzlich war, da er mit einer Sucht kämpfte.

Der fünfte Angeklagte: Die „Ketamin-Königin“

Die Ermittler identifizierten eine weitere Person, Jasveen Sangha, die als Drogenhändlerin bekannt ist und von Kunden als „Ketamin-Königin“ bezeichnet wird. Sangha wird vorgeworfen, die tödliche Dosis Ketamin geliefert zu haben, die zum Tod von Matthew Perry führte. Sie hat bisher nicht gestanden und soll im August vor Gericht erscheinen.

Die Bedeutung von Ketamin in Perrys Therapie und Tod

Obwohl Dr. Plasencia nicht die tödliche Dosis Ketamin verschrieben hat, spielte er eine Rolle bei der Bereitstellung des Medikaments in den Wochen vor Perrys Tod. Ketamin wird gelegentlich in der Therapie eingesetzt, birgt aber erhebliche Risiken, besonders bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Sucht.

Matthew Perry hatte seine Probleme mit Drogenmissbrauch öffentlich gemacht und jahrelang mit Abhängigkeit zu kämpfen. Seine Rolle als Chandler Bing auf Friends war zwar ein großer Erfolg, doch seine persönlichen Kämpfe blieben lange verborgen.

Öffentlicher Blick auf Perrys Suchtprobleme

Perry sprach offen über seine langjährige Sucht, die sich über Jahrzehnte erstreckte und seine Karriere sowie sein Privatleben stark beeinflusste. Trotz der Versuche, die Sucht mit Therapie und Medikamenten wie Ketamin zu behandeln, führte die Kombination letztlich zu seinem tragischen Tod.

Fazit: Ein trauriges Ende und laufende Ermittlungen

Der Fall zeigt die gefährlichen Grenzen bei der Behandlung von Suchtkranken mit kontrollierten Substanzen und die Verantwortung von Ärzten im Umgang mit solchen Patienten. Während Dr. Plasencia seine Schuld eingestand und sich seiner Strafe stellt, wartet die Öffentlichkeit gespannt auf den Prozess gegen Jasveen Sangha.

Matthew Perrys Tod ist eine Mahnung an die Risiken der Medikamentenvergabe bei suchtgefährdeten Menschen und unterstreicht die Bedeutung sorgfältiger medizinischer Überwachung.


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