Ein Geheimtipp wird zum Streaming-Hit
In den letzten Jahren hat Netflix verstärkt auf internationale Produktionen gesetzt – besonders aus Lateinamerika. Nun sorgt eine neue Serie aus Argentinien für Aufsehen: „Im Dreck“ begeistert seit dem 14. August 2025 ein wachsendes Publikum. Obwohl die Serie zunächst kaum Aufmerksamkeit erhielt, steigt sie rasant in den Streaming-Charts.
Erfolgreiche Vorgänger aus Argentinien
„Im Dreck“ reiht sich ein in eine Reihe erfolgreicher argentinischer Serien wie „El Reino“ oder „Puerta 7“, die bereits internationale Anerkennung auf Netflix fanden. Mit ihrer rohen Authentizität und dem Fokus auf komplexe Figuren trifft auch diese neue Produktion den Nerv der Zuschauer*innen.
Die Handlung von „Im Dreck“
Ein schicksalhafter Transport
Die Serie beginnt mit einem Gefängnistransport nach La Quebrada, einem fiktiven Hochsicherheitsgefängnis. Fünf Frauen, neu verhaftet, geraten während des Transports in eine lebensbedrohliche Situation. Das traumatische Erlebnis schweißt sie zusammen und bildet die Grundlage ihrer späteren Gemeinschaft.
Ankunft in La Quebrada
Kaum angekommen, sehen sich die Frauen mit der brutalen Realität des Gefängnisalltags konfrontiert. Korrupte Aufseher, gewaltsame Machtkämpfe zwischen Insassinnen und psychischer Druck prägen das Leben hinter Gittern.
Entstehung von „Las embarradas“
Die fünf Hauptfiguren formieren sich zur Gruppe „Las embarradas“ („Die Beschmutzten“). Zusammen kämpfen sie ums Überleben, verteidigen sich gegen Feinde und beginnen, ihre traumatische Vergangenheit aufzuarbeiten – stets begleitet vom Wunsch nach Freiheit.
Themen und Atmosphäre
Starke Frauenfiguren im Fokus
Jede der fünf Frauen hat eine eigene Hintergrundgeschichte: Missbrauch, Verrat, Armut oder Verlust. Diese individuellen Erzählungen werden Stück für Stück enthüllt und sorgen für emotionale Tiefe. Die Charakterentwicklung steht klar im Vordergrund.
Düstere Realität ohne Schönfärberei
Die Serie zeichnet ein schonungsloses Bild des Gefängnislebens: Brutalität, Machtmissbrauch und psychische Grenzerfahrungen bestimmen den Alltag. Dabei wird auf übertriebene Dramatik verzichtet – die Härte wirkt realistisch, nicht überinszeniert.
Zwischen Hoffnung und Verzweiflung
Trotz aller Gewalt vermittelt „Im Dreck“ auch Momente der Hoffnung und Menschlichkeit. Die Freundschaften unter den Frauen, ihre kleinen Erfolge und Träume halten sie am Leben – zumindest innerlich.
Produktion und kreative Köpfe
Von Sebastián Ortega entwickelt
Die Serie wurde von Sebastián Ortega konzipiert, einem der bekanntesten Produzenten Argentiniens. Er arbeitete bereits an Serien wie „Gemelas“ und bringt auch diesmal ein erfahrenes Team von Drehbuchautor*innen mit an Bord.
Authentisches Set-Design und Kameraarbeit
Gedreht wurde größtenteils in echten, heruntergekommenen Gebäuden, was der Serie ein raues, glaubwürdiges Aussehen verleiht. Auch Kameraarbeit und Lichtgestaltung tragen zur intensiven Atmosphäre bei.
Kritiken und erste Reaktionen
Positive Stimmen aus der Presse
Zwar gibt es bisher nur wenige Kritiken, doch die ersten Reaktionen sind überwiegend positiv:
- Heaven of Horror (Karina Adelgaard):
„Sehr düster und grausam, aber auch charakterorientiert mit großartigen (und einigen schrecklichen) Charakteren.“ - Otroscines.com:
„Ein Spiel mit Genre-Klischees, aber auch mit mutigen Abweichungen davon.“ - EscribiendoCine (Juan Pablo Russo):
„Keine Neuerfindung, aber eine gelungene Erweiterung eines bekannten Erzählmodells.“
Lob für die Charakterzeichnung
Besonders hervorgehoben werden die komplexen Figuren, die glaubwürdig gezeichnet sind – sowohl die Heldinnen als auch die Gegenspieler*innen. Ihre Entwicklung im Laufe der Serie wird als Stärke betrachtet.
Für wen eignet sich die Serie?
Zielgruppe und Empfehlungen
„Im Dreck“ ist empfehlenswert für Zuschauer*innen, die:
- Serien wie „Oz“, „Vis a Vis“, „Orange Is the New Black“ oder „Prison Break“ mögen
- Interesse an sozialkritischen, realitätsnahen Serien haben
- starke weibliche Figuren und emotionale Tiefe bevorzugen
- sich nicht vor expliziten Szenen scheuen
Keine Serie für Zwischendurch
Diese Serie verlangt Aufmerksamkeit – und geht unter die Haut. Wer eine unterhaltsame, lockere Serie für zwischendurch sucht, sollte lieber zu leichterer Kost greifen.
Fazit: Ein kompromissloses Drama mit Herz und Härte
„Im Dreck“ ist ein Gefängnisdrama, das sich von der Masse abhebt. Die Serie verzichtet auf einfache Antworten, konfrontiert ihre Zuschauer*innen mit harter Realität – und zeigt dabei gleichzeitig Menschlichkeit, Solidarität und Hoffnung.
Für Fans intensiver, emotional fordernder Serien ist „Im Dreck“ ein echtes Highlight im Netflix-Jahr 2025.
