Handlung des Films
Nina, die Protagonistin, hat keine Lust auf die kindgerechte Geburtstagsparty ihrer Schwester und pflegt bewusst keinen Kontakt zu deren Kindern. Um eine Wohnung zu bekommen, die nur an Mieter mit Kindern vergeben wird, erfindet sie eine „Familie“ und leiht sich für die Wohnungsübergabe die Kinder ihrer Schwester aus – ohne deren Wissen. Dabei gerät sie in immer mehr Lügen, wird von neugierigen Nachbarn und der Schullehrerin konfrontiert und muss sich schließlich mit ihrer Teenager-Nichte auseinandersetzen, die bei ihr Ferien verbringen möchte.
Entwicklung von Ninas Einstellung
Anfangs stößt Nina die Kinder und ihre Nichte Frieda ab. Doch im Laufe der Zeit verbringt sie mehr Zeit mit ihnen und entdeckt, dass der Umgang mit Kindern ihr sogar Freude bereiten kann. Sie erlebt neue Gefühle und merkt, dass Kinder durchaus einen Einfluss auf sie haben – obwohl sie ursprünglich kein Interesse an Kindern hatte.
Gesellschaftliche Perspektiven im Film
Der Film beleuchtet auf humorvolle Weise verschiedene Lebenswelten:
- Bewusst Kinderlose: Menschen wie Nina, die sich bewusst gegen Kinder entscheiden.
- „Bekehrte“: Personen, die sich im Laufe des Lebens für Kinder entscheiden.
- Familienmenschen: Menschen, die sich ganz natürlich mit Kindern und Familie verbunden fühlen.
Der Film zeigt, wie schwer es oft ist, gegenseitiges Verständnis zwischen diesen Gruppen aufzubringen.
Wichtige Aussagen und Momente
Der Film bietet auch ernste und starke Momente, zum Beispiel:
- Ninas Schwester erklärt, dass sie sich nach der Geburt der Kinder auseinandergelebt haben, weil sie „überfordert“ war.
- Nina erklärt ihrem Ex-Partner, dass sie auch ohne Kinder zufrieden ist und kein Bedürfnis hat, Kinder zu bekommen, um sich gebraucht zu fühlen.
Fazit
„Die Kinderschwindlerin“ ist eine unterhaltsame Komödie, die bekannte Klischees bedient, aber zugleich Raum für verschiedene Sichtweisen auf das Thema Kinder lässt. Er zeigt, dass Kinder einen Menschen verändern können – auch wenn dieser anfangs dagegen ist. Gleichzeitig wird die Entscheidung gegen Kinder respektiert und als legitim dargestellt.
