Unwetter führt zur vorübergehenden Evakuierung
In der Nacht zum Mittwoch kam es beim weltbekannten Wacken Open Air Festival in Norddeutschland zu einem wetterbedingten Zwischenfall. Aufgrund eines starken Gewitters wurden die Festivalbesucher gegen halb eins nachts aufgefordert, das Gelände vorübergehend zu verlassen und Schutz in ihren Fahrzeugen zu suchen. Die Durchsage erfolgte über Lautsprecher und sollte die Sicherheit der insgesamt 85.000 erwarteten Metal-Fans gewährleisten.
Entwarnung am Morgen – Unwetter zieht weiter
Am frühen Mittwochmorgen entspannte sich die Lage, und es konnte Entwarnung gegeben werden. Das Unwetter zog größtenteils vorbei, sodass bis auf vereinzeltes Donnergrollen und zeitweise stärkeren Regen keine größeren Schäden oder Zwischenfälle gemeldet wurden. Die Festivalbesucher konnten daraufhin das Gelände wieder betreten und sich auf das kommende Programm freuen.
Wetterprognose für das Festival: Nass und kühl mit viel Matsch
Meteorologe warnt vor Starkregen
Das Wetter in der Festivalwoche präsentiert sich wechselhaft. Laut Diplom-Meteorologe Jürgen Schmidt vom WetterKontor ist mit einem Mix aus Sonne, Wolken und vor allem kräftigem Regen zu rechnen. Für den Festivalstart am Mittwoch sagt Schmidt rund 20 Liter Regen pro Quadratmeter oder mehr voraus. „Die Wacken-Formel lautet: Kühl plus nass, gleich Matsch“, so der Experte.
Sturmwarnung: Windböen sorgen für leichte Turbulenzen
Neben Regen wird auch mit Sturmböen gerechnet. Klimatologe Dr. Karsten Brandt von Donnerwetter.de erklärt, dass zwar kein dramatischer Sturm zu erwarten sei, aber dennoch Böen, die zum Beispiel Strandkörbe und Wohnwagen ins Schwanken bringen könnten. Dies erhöht die Herausforderung für die Veranstalter und Besucher, die sich auf schlammige und windige Bedingungen einstellen müssen.
Festival trotz Wetterproblemen: Fans lassen sich nicht abschrecken
85.000 Metal-Fans erwarten das größte Heavy-Metal-Festival der Welt
Das Wacken Open Air, kurz WOA genannt, gilt als das weltweit größte Heavy-Metal-Festival. Dieses Jahr werden rund 85.000 Besucher erwartet, die auch bei dem unbeständigen Wetter anreisen. Nach wetterbedingten Problemen im Vorjahr, als ein Einlassstopp wegen Unwetters dazu führte, dass nur 61.000 Fans das Festival besuchen konnten, zeigen sich die Veranstalter zuversichtlich. Festival-Gründer Thomas Jensen betont, dass man alles dafür tue, damit diesmal alle Fans aufs Gelände gelangen.
Trotz Regen gute Stimmung und Musik
Die Metal-Community lässt sich vom Regen nicht unterkriegen. Schon jetzt trotzen die ersten Fans dem wechselhaften Wetter und sorgen für ausgelassene Stimmung. Mit Gummistiefeln und wetterfester Kleidung ziehen sie vor die Bühnen und freuen sich auf die kommenden Tage voller Live-Auftritte und gemeinsamer Erlebnisse.
Ausblick: Regen und Gewitter bleiben bis Samstag
Wetter unsicher, aber mit Hoffnung auf Sonne
Für Donnerstag, Freitag und Samstag bleibt der Wetterbericht gemischt. Immer wieder werden Schauer und Gewitter erwartet, teilweise mit Starkregen. Dennoch gibt es zwischendurch auch immer wieder sonnige Abschnitte, die den Festivalalltag erträglicher machen. Meteorologe Schmidt weist jedoch darauf hin, dass die genaue Anzahl der Schauer noch schwer vorherzusagen sei, da die Wetterlage recht unsicher ist.
Kein Sommerwetter in Sicht
Die Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Jacqueline Kernn, fasst die Lage zusammen: „Sommerwetter mit Sonne und Wärme ist diese Woche nicht zu erwarten. Wer Wärme sucht, sollte eher an den Mittelmeerraum oder nach Finnland reisen.“ Für die Metal-Fans heißt das, dass sie sich auf kühle, nasse und matschige Tage einstellen müssen – aber auch auf ein einzigartiges Festivalerlebnis.
