Der einzige Musiker, den Ozzy Osbourne nicht in Black Sabbath wollte

Chemie ist alles in einer Band

Jede erfolgreiche Band lebt von einer besonderen Chemie zwischen den Mitgliedern. Auch wenn es nicht immer die technisch besten Musiker sind, gibt es oft dieses gewisse Etwas, das sie unersetzlich macht. Ozzy Osbourne baute sich nach seiner Zeit mit Black Sabbath eine eigene Metal-Karriere auf, aber nicht jeder Musiker war ihm in seiner alten Band willkommen.

Die Entwicklung von Black Sabbath

Black Sabbath war schon vor Ozzys Ausstieg im Wandel. Bereits mit Master of Reality experimentierten sie mit tieferen Gitarrenstimmungen, und Songs wie Solitude bewiesen, dass Osbourne sich musikalisch weiterentwickelte. Doch als die Band begann, verstärkt mit Keyboards zu arbeiten, wurde es für viele Fans gewöhnungsbedürftig.

Keyboards in einer Metal-Band?

Wie später auch bei Van Halen, gab es unter Sabbath-Fans eine gewisse Skepsis, als Tony Iommi begann, das Klavier zu nutzen. Sein Spiel auf Changes wurde nicht gerade mit Begeisterung aufgenommen. Iommi erkannte jedoch, dass es jemanden gab, der die düsteren Klänge der Band auch ohne Gitarre verstärken konnte: Rick Wakeman von Yes.

Rick Wakeman und Ozzys Bedenken

Als Black Sabbath das Album Sabbath Bloody Sabbath aufnahmen, traf Iommi Wakeman in einem Pub und lud ihn ein, die Keyboard-Parts beizusteuern. Sein Organ-Spiel auf Sabbra Cadabra klang wie aus den tiefsten Höllenfeuern und passte perfekt zum Sabbath-Sound. Doch Ozzy Osbourne war weniger begeistert.

Wakeman erzählte später: „Tony Iommi hat mir gesagt, dass sie ernsthaft darüber nachdachten, mich fest in die Band zu holen, weil wir uns so gut verstanden haben. Aber Ozzy hatte Bedenken, wahrscheinlich zu Recht, wie die Metal-Fans darauf reagieren würden.“

Keyboards im Heavy Metal

Letztlich musste sich Ozzy keine Sorgen machen. Wakeman war ein musikalisches Chamäleon, das nicht nur mit Yes, sondern auch mit David Bowie Erfolge feierte. Später tourte sogar sein Sohn mit Black Sabbath. Skeptiker, die behaupteten, dass Keyboards nicht in den Metal gehören, wurden eines Besseren belehrt. Musiker wie Jon Lord von Deep Purple bewiesen, dass ein Keyboard genauso kraftvoll klingen kann wie eine Gitarre.

Die Gitarre bleibt das dominante Instrument im Metal, doch wenn ein Meister die Tasten bedient, kann ein Keyboard genauso düster und bedrohlich klingen.

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